Afgrund / Relevant Few – Split-CD

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Cover
Schon seit langem hat mich keine Split-CD mehr so umgehauen, wie diese Scheibe aus dem Hause Lifestage Productions! Die beiden vertretenen Grindbands sind herrlich erfrischend und machen definitiv Lust auf mehr, die im Falle von AFGRUND sogar recht schnell befriedigt werden kann – die Kritik zu deren Langspieler folgt die Tage!
Aber schauen wir uns mal die beiden Bands genauer an:

Afgrund
Ein wirklich brutalstes Grindgeschwader lässt die junge schwedische Formation da vom Stapel! Verdammte Scheiße, wenn man mir sagen würde, dass die erst sei 2006 zusammen Krach machen, ich würde es nicht glauben! Ganz im Stile ihrer Landsmänner von Nasum (RIP) und Rotten Sound mit einer Priese Crust brettert der 4er da durch seinen Teil der Split-CD und macht definitiv keine Gefangenen! Wie auch schon das Full-Length-Album zeigt (oder kam das chronologisch NACH der Split?!? So posthum ist das auch egal!!) Haben wir hier einen der wohl heißesten Newcomer im Grindcore! Ein Grund mehr sich auf das GTNS zu freuen!
Als kleinen Bonus haben AFGRUND noch den Fakt, dass sie scheinbar in ihrer Muttersprache singen! Sowas lobe ich mir doch!
Als Anspieltip der ersten 9 Lieder mag ich schnell noch das zackig/groovige „I Diket Jag Legat“ und das crustig/schleppende „Det Sista Brevt“ (der 5Min.+ Brecher der Scheibe!!) geben, die wohl am eindrucksvollsten die Fassetten und das Können der Band zeigt, bevor wir uns nun der zweiten CD-Hälfte widme….

Relevant Few
Ziemlich zackig und bedrückend dreschen die Schweden da voran! Dabei ist ein fetter Crust-Einschlag in dem netten Grindcorebomber nicht zu überhören! Dennoch ist die Band eher im Grindcore einsortieren und man kann dank so Stücken wie „Towards the Black Horizon“ eventuell sogar ein paar Vergleiche aus Kanada, genauer von Crowpath herbeiholen… Durch diese unbändige Wut fällt dann der beinahe sludge-ähnliche Teil in „Hunting The Architect“ wieder doppelt auf, bevor wieder richtig krachig gekloppt und in geilem, fast vom Sound her an Cryptopsy (man höre die „…and then you’ll bag!“) erinnernden Groove harmoniert!
Und In „Onward“ wird ein richtig dicker Klangteppich mit mehreren „Melodieläufen“ ausgebreitet, der im Sektor des Grindcores sicherlich noch Konkurrenz sucht!

Wie schon gesagt: Eine verdammt nette Split-CD, die definitiv nicht nur in der Sammlung stehen wird, sondern sicherlich noch sehr oft meine Anlage okkupieren wird!!

Infos
Lifestage Productions – Juli 2007
Split-CD – 16 Lieder / 35:25 Min.

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