Exklusiv: Zwei neue Songs der OBSCURE INFINITY/HUMILIATION Split im Stream

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Obscure Infinity - Humiliation - Split Header

In kürze erscheint die neue Split-EP zwischen HUMILATION aus Malaysien und OBSCURE INFINITY aus Deutschland. Freundlicherweise haben mir beide Bands und das Label Brutal Art Records die Erlaubnis gegeben, vorab zwei Songs von der Scheibe als Stream anzubieten! Vielen Dank dafür!

Weitere Details zur 7″ und zu den aktuellen Geschehnissen bei OBSCURE INFINITY, gibt Gitarrist Stefan in einem kurzen Interview. Die beiden Songs „Deadly Collision“ und „Joyless Flesh“ kann man direkt im Anschluss anhören…


1. Hey Stefan, wie geht es Dir! Es ist schön, ein neues Lebenszeichen von OBSCURE INFINITY zu hören, nachdem erst kürzlich euer letztes Album „Putrefying Illusions“ von FDA Rekotz als LP neu veröffentlicht wurde! Unser letztes Interview ist mittlerweile ein Jahr her, vielleicht magst Du kurz zusammenfassen, was in dieser Zeit bei euch passiert ist? Hat sich euer neuer Drummer O. gut in das Bandgefüge integriert?

S: Hey Chris! Cool, dass du dieses kleine Interview mit uns machst! Ja genau, eigentlich sollte ja die Vinyl Version von „Putrefying Illusions“ bei Chaos Records herauskommen, aber vieles lief da einfach nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Versprechen und Fristen wurden nicht eingehalten, bis uns letztlich der Geduldsfaden gerissen ist. Rico war natürlich der erste, den ich gefragt habe und er hat Bock dazu gehabt. Dann ging alles sehr schnell und schon haben wir das Vinyl in unseren Händen gehalten. Tja, was ist passiert in dem Jahr…wir haben hier und da live gespielt, unter anderem erst vor kurzem auf dem Kill-Town Death Fest in Kopenhagen, ein saucooler Auftritt für uns! O. musste sich nicht unbedingt in das Bandgefüge integrieren. Zwischen uns herrschte ja schon vorher ein freundschaftliches Verhältnis. Er kennt die Band schon seit den Anfängen und die Leute darin weit darüber hinaus. Das Einstudieren der Songs lief deshalb total stressfrei ab. Menschlich passt das also perfekt und musikalisch ist er eine ungemeine Bereicherung für die Band, nicht nur weil er ein ultraguter Schlagzeuger ist, sondern weil er ein totales musikalisches Gespür hat und selbst auch andere Instrumente richtig gut beherrscht. Wir waren auch nicht untätig und haben drei neue Songs aufgenommen, die jetzt nach und nach als Splitveröffentlichungen herauskommen werden. Jeder, der uns in diesem Line-up und mit diesen Songs hören wird, wird feststellen, dass wir nun um einiges besser klingen als zuvor.

2. Grund für dieses kurze Gespräch, ist eure neue Split mit HUMILATION aus Malaysien, die über Brutal Art Records erscheint, und von der ich freundlicherweise je einen Song pro Band vorab als Stream anbieten darf. Vielen Dank dafür an Euch, HUMILATION und Brutal Art Records!
Erzähl mir und meinen Lesern etwas mehr über diese Veröffentlichung! Bisher habe ich den Namen Brutal Art Records noch nie gehört und auch das Internet zeigt sich bei Recherchen nicht sonderlich ergiebig. Wer verbirgt sich hinter diesem jungen Musikverlag und wie ist die Zusammenarbeit zustande gekommen?

S: Haha, ehrlich gesagt weiß ich auch nicht so viel mehr… HUMILIATION haben uns vor einigen Monaten kontaktiert. Sie meinten, sie fänden unsere Musik total geil und ob wir nicht Interesse hätten, eine Split mit ihnen zu machen. Da wir eh neue Songs aufgenommen hatten, fiel uns die Entscheidung nicht schwer. Ich kannte die Band bereits vorher durch meinen Kumpel Andy von CHARON/HATESPAWN. Er hatte mir eine CD von den Jungs zugeschickt und ich mag dieses BOLT THROWER Flair der Band. Jedenfalls spielten HUMILIATION auf einem Festival in Deutschland und trafen dann auf jemanden, der meinte, er wolle ein kleines Label gründen. Brutal Art Records sind also gerade frisch gegründet und diese Split wird ihr erster Release sein. Ich denke, es ist ein Ein-Mann Label und ich kenne nicht mal den vollen Namen der Person dahinter. Aber ein wenig Geheimniskrämerei kann ja nicht schaden und bisher kann ich nur gutes von dem Label sagen. Keine leere Versprechen, gute Kommunikation und wenn mit den Vinyls jetzt auch alles in Ordnung ist, lief alles echt entspannt und reibungsfrei ab.

3. Kannst Du mir ein paar Details um die Split-EP verraten? Natürlich lassen sich einige Informationen auch schnell im Internet finden, aber wir machen es dem Leser an dieser Stelle einfach, haha! Welche Auflage wird es geben, und wie wird das Teil aufgemacht sein? Welche Songs erwarten den Hörer?

S: Also ich will jetzt nichts falsches sagen, aber ich denke, es wird ein Klappcover wie bei unserer Split mit Profanal sein. Jede Band hat ihr eigenes Cover. Das Teil kommt in einer extrem limitierten Auflage heraus. Es werden nur 300 Stück gepresst und davon sind 100 Stück in rotem, der Rest in schwarzem Vinyl. Jede Band hat zwei Songs beigesteuert. Bei uns sind das einer der neuen Songs und ein Live Song. Bei dem Live Song handelt es sich um „Morbid Ways Of God“ von unserem Auftritt beim Party San 2012. Der Song ist vor Ort professionell aufgenommen und später gemischt und gemastert worden. Also kein Schundsound, haha…

4. Der Song „Morbid Ways Of God“ ist eine Live-Aufnahme vom PartySan Open Air. „Joyless Flesh“ wurde extra für diese Split aufgenommen. Kannst Du was zur Aufnahme und dem Songwriting erzählen?

S: „Joyless Flesh“ ist ein extrem simpler Song. Es gibt Bands, die ein ganzes Album mit solchen Songs voll stopfen. Das wäre nicht mein Ding, aber als Ausnahme finde ich solch einen knackig kurzen, nach vorne gehenden Song echt erfrischend. Normalerweise ist es nicht unbedingt meine Herangehensweise, solche Songs mit nur einer Hand voll Riffs zu schreiben. Ich denke, es hat keine halbe Stunde gebraucht, das Lied zu schreiben. Aufgenommen haben wir den Song zusammen mit zwei anderen Songs in der Noiseschmiede Lahnstein. Ich denke, dass der Sascha (also der Typ aus dem Studio) einen echt sauguten Job gemacht hat. Das Mastering fand in der Tonmeisterei Oldenburg statt. „Morbid Ways Of God“ ist wie schon erwähnt von unserem Auftritt auf dem letztjährigen Party San. Ich finde die Live Version echt gelungen, sonst hätten wir sie nicht mit auf die Split gepackt.

5. „Joyless Flesh“ beginnt mit ziemlich zügellosem Geballer, wechselt dann aber rapide zu einem mörderischen Midtempo-Groove mit ordentlich Doublebass-Geballer. Erst gegen später Mitte entwickelt der Song die typische obskure Atmosphäre und bekommt ein filligranes Solo spendiert, wie man es von euch gewohnt ist. Und mit gerade mal zweieinhalb Minuten ist die Nummer vergleichsweise kurz für OBSCURE INFINITY. Ich würde sagen, dass es schon ein ungewöhnlicher Song für eure Verhältnisse ist, durch seine Geradlinigkeit aber auch sehr gut ins Gehör läuft…

S: Ja, da hast du Recht. Wie ich eben schon sagte, ist dieser Song auch für mich eher ungewöhnlich für Obscure Infinity. Normalerweise schreibe ich nicht solch geradlinigen Songs. Ich weiß zwar, dass viele Leute solch eine Art von Liedern bevorzugen, aber das war ja eh nie der Maßstab, nach dem wir als Band gehandelt haben. Bei dem Song hab ich mir halt selbst die Bedingung gestellt, etwas ganz simples, schnell nachzuvollziehendes zu schreiben. Vielleicht wollte ich tatsächlich einfach nur zeigen, dass wir so was könnten, wenn wir wollten, haha…Für mich klingt „Joyless Flesh“ aber auch erfrischend anders, aber es ist keineswegs ein Song, der unseren zukünftigen Weg beschreibt. Danke für deine lobenden Worte, was das Solo betrifft. Auch nicht gerade ein typisches Death Metal Solo, haha…

6. In der Aufnahme-Session zur Split mit HUMILATION sind noch weitere Songs aufgenommen worden, die auf kommenden Splits veröffentlicht werden. Kannst Du an dieser Stelle schon sagen, wer eure Split-Partner sind? Wann kann man die Scheiben erwarten und welche Label sind für den Release verantwortlich?

S: Genau, wir haben insgesamt drei neue Songs aufgenommen. Oder besser gesagt: Zwei neue Songs und eine Neuaufnahme eines Demo Songs. Na klar kann ich dir darüber Auskunft geben. Natürlich kann immer etwas unvorgesehenes passieren, weshalb meine Angaben ohne Gewähr sind, haha… Also das ist der Plan: Nach der Split mit Humiliation soll eine Split mit Funeral Whore folgen. Darauf wird unser Song „Maniac Destroyer“ zu hören sein. Einige Leute werden diesen Song noch von unserem Demo kennen. Die Neuaufnahme hat dem Lied echt gut getan und meiner Meinung nach hört es sich jetzt saugeil an…außerdem habe ich darauf mein bisher bestes Solo eingespielt, wie ich finde – pure Emotion! Nach jetzigem Stand wird diese 7“ über Final Gate Records rauskommen. Der letzte Song heißt „Perdition Destiny“ und soll im Frühjahr 2014 zusammen mit Wound erscheinen. Wir stehen diesbezüglich mit Rico von F.D.A. in Kontakt. Da ist aber noch nichts spruchreif. „Perdition Destiny“ ist genau das Gegenteil von „Joyless Flesh“: Vielschichtig, verschroben und anfangs sicher nicht so leicht fassbar, aber mit jedem Hördurchlauf wächst der Song. Dieses Lied verkörpert definitiv das, wofür diese Band steht.

7. Auf der Split mit HUMILATION bekommt jede Band ein eigenes Cover für ihre Seite. Derweil eure malaysischen Partner in einem rot-grün Komplimentärkontrast sind, zeigt eure Seite einige Parallelen zu eurer Split mit PROFANAL; Farbgebung und auch das Motiv sind recht ähnlich. Warum habt ihr euch für eine verschneite Klosterruine entschieden und nicht wieder für ein opulentes und atypisches Ölgemälde?

S: Ich steh total auf die Bilder von Caspar David Friedrich. Wir sind auch gar nicht so auf Ölgemälde festgelegt, wie das den Anschein haben mag. Ich mag die Atmosphäre des Bildes und ich hatte diesmal einfach auch Lust dazu, alles etwas simpler von der Aufmachung her zu gestalten. Außerdem ist es doch ein cooler Kontrast zu dem farbintensiven Humiliation Artwork.

8. In unserem letzten Gespräch hieß es noch, dass „Putrefying Illusions“ von Chaos Records aus Mexiko als LP veröffentlicht würde. Schlussendlich kam die Schallplatte dann über FDA Rekotz heraus. Für den einheimischen Fan ist dies alleine auf Grund der Portokosten ein günstiger Umstand. Außerdem ist Rico nicht die schlechteste Heimat für eine Death Metal Band. Darf man fragen, wieso aus der Zusammenarbeit mit Chaos Records nichts geworden ist, und wie der Kontakt mit FDA zustande kam? Wird dort auch euer nächstes Album erscheinen?

S: Ja, wir sind echt stolz drauf, nun bei F.D.A. Rekotz unter Vertrag zu stehen. Wir haben für die nächsten beiden Alben dort unterschrieben. Rico ist ein echt entspannter und cooler Typ und sein Label ist für mich die Nr. 1 hier in Deutschland. Anfangs war es so geplant, dass „Putrefying Illusions“ bei Chaos Records erscheinen sollte. Wir haben einen Vertrag unterschrieben und einen Haufen Versprechungen gemacht bekommen. Dann ging es aber plötzlich los, dass der Typ von Chaos Records nicht mehr auf Mails geantwortet hat und wenn er geschrieben hat, dann kamen nur Vertröstungen und weitere Versprechen. Ich sag es mal so: Er wollte das Vinyl eigentlich zeitgleich mit dem CD Release von Obscure Domain rausbringen. Wir haben fast ein Jahr verschenkt, weil wir auf ihn gewartet haben. Irgendwann hab ich ihm eine nicht nette E-Mail geschrieben und ihm mitgeteilt, dass wir uns ein anderes Label suchen. Ich habe Rico gefragt, ob er Bock hat, die Platte rauszubringen und er hat es dann letztendlich gemacht, wofür wir ihm auch echt dankbar sind. Der Kontakt mit Rico kam dadurch zustande, dass er Platten für seinen Online Shop bei uns geordert hat. Und später haben wir ja dann auf dem Grind The Nazi Scum Festival gespielt, wo er einer der Organisatoren ist.

9. Gerade ist die Split mit HUMILATION frisch draußen und zwei weitere Splits stehen in der Pipeline! Doch wie sieht die restliche Zukunft von OBSCURE INFINITY aus? Wann geht ihr ins Studio um ein neues Album einzuspielen? Wann und wo kann man euch noch mal auf der Bühne sehen?

S: Das ist ehrlich gesagt eine schwierige Frage. Wir werden erstmal nicht mehr live spielen. Das hat damit zu tun, dass O. in vier Bands gleichzeitig spielt und das einfach zeitlich nicht kann. Das müssen wir akzeptieren. Außerdem tut es glaube ich mir auch ganz gut, mal etwas Abstand zu gewinnen. Unsere Zukunftspläne erstrecken sich jetzt erstmal nur auf die Aufnahmen zum dritten Album. Wir werden es im Sommer nächsten Jahres einspielen. Bis dahin werden wir an den Songs feilen und am Ende die besten davon auswählen und aufnehmen.

10. Stefan, vielen Dank für das kurze Interview und die Möglichkeit „Joyless Flesh“ zum Anhören anzubieten! Ich freue mich auf die Hardcopy der Platte und natürlich auf die kommenden Splits. Die letzten Worte für dieses Gespräch gehören Dir!

S: Ich danke dir für dein Interesse und die Unterstützung! Danke an alle, die uns unterstützt haben und bei Konzerten immer in der ersten Reihe gestanden haben. Wir wissen das echt zu schätzen! Mehr Informationen zu den zukünftigen Split Veröffentlichungen findet ihr unter: www.obscureinfinity.jimdo.com

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