Obscure Infinity / Deathronation – Split 7″

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Obscure Infinity - Deathronation - Split EP
Oh verdammt, wie konnte mir das nur passieren? Bereits Mitte Januar kam dieses kleine Schätzchen heraus und liegt sogar seit Ende Februar bei mir zu Hause neben der Anlage, wo es schon einige Rotationen auf dem Plattenspieler hinter sich hat. Aber irgendwie habe ich das entsprechende Review bisher verschwitzt. Schande über mein Haupt!
Die Rede ist von der gemeinsamen Split zwischen OBSCURE INFINITY, die für mich zur Speerspitze des deutschen Death Metals gehören (wenn nicht sogar diese sind) und DEATHRONATION, die ich mit dieser 7″ erst kennenlernen durfte. Veröffentlicht wurde die auf 500 Einheiten limitierte schwarze Vinyl-EP in Zusammenarbeit von Iron Bonehead Records und Whisper Of Death. Mit Repulsion Tribut-Cover im schweren Karton-Schuber und schwarzem Inner-Sleeve, inklusive Text-Blatt, ist diese Single sehr wertig verpackt. Für die 5 Euro, die beide Label für die Scheibe haben wollen, bekommt man ordentliche Qualität.

OBSCURE INFINITY bestücken ihre Hälfte mit „Absurd Existence„, einen Song, der meines Wissens nach, aus der Aufnahme-Session von 2010 stammt, in der auch „Sign Of The Nightsky“ für die Split mit Profanal aufgenommen wurde. Also eigentlich alter Tobak, der aber gleichzeitig einen guten Schnappschuss des damaligen Status Quo der Band widerspiegelt. Man hört deutliche Parallelen zu genanntem Beitrag von „United In Death„, auch wenn es „Absurd Existence“ etwas an der aberwitzigen Verspieltheit mangelt, die den letzten Split-Beitrag zum Hit des Jahres werden ließ. Für OBSCURE INFINITY ist der Song sogar recht geradlinig. Dafür hauen die derben, fast schon in Grind-Geschwindigkeit agierenden Blastbeats ordentlich auf die Fresse.

DEATHRONATION starten ihre Seite deutlich langsamer. „Vulture Eyes“ beginnt zäh und drückend mit einem simplen, aber eingängigen Riff. Das Hauptthema wird schön wiederholt und von einem Solo unterlegt, bevor es schön schwedisch ins Uptempo-Gemetzel geht. Ein schön schnörkelloser Song, der mit seinem thrashigen Riff volle Suppe nach vorne prügelt. Der Ausbruch in fixe Blastbeats und der dicke, florida-mäißge Schrammel-Part, sind zwei Überraschungsmomente von DEATHRONATION, die das Lied deutlich aufwerten.
Das abwechslungsreiche Struktur mit den netten Wechseln zwischen den Geschwindigkeitsstufen und das handfeste Solo machen „Vulture Eyes“ zu ein unterhaltsamen Split-Beitrag. Nun muss die Band nur mal aus den Hufen kommen, und dieses Niveau auf einen Longplayer transportieren.

Auch wenn beide Bands nicht unbedingt das essenziellste Material zu dieser Split beigetragen haben, liefern die beiden Songs ordentlichen Spaß, der immer noch aus dem Gros der Veröffentlichungen heraus sticht. Und da das Package für 5 Euro durchaus adäquat aufgemacht ist, sollte der geneigte Fan nächstes Wochenende mal ein Bier weniger trinken, und sich die Scheibe zulegen. Bereuen werdet ihr es nicht.

PS: Schade, dass DEATHRONATION ihren Song nirgendwo zum Streamen anbieten…

Infos:
Iron Bonehead / Whisper Of Death Records – 10.01.2013
Split 7″ EP – 2 Songs @ 45rpm

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